Das sagt der Falstaff

In den Anfangsjahren zählte das »magazin« zu den feinen Salzburger Adressen. Die Köche verbuchten Hauben und Sterne, mit deren Ego kamen die Patrons aber nicht immer zurecht. Dann legten Claudia und Raimund Katterbauer fünf Jahre Pause in Sachen Gastronomie ein und widmeten sich ihrer schönen Wein- und Genusshandlung im rechten Teil des »magazin«, die Kocherei im Restaurant überließen sie Richard Brunnauer als Pächter. Nach dessen Transfer ins Nonntal (siehe Sixpack Nr. 1) war ein Neustart angesagt, allerdings mit neuer Ausrichtung. Die Stichworte: »alltagstauglich, fern von Menüfolgen, familiär« liest man auf der Homepage, den Namen des Küchenchefs sucht man vergeblich. Der heißt Patrick Mühlbacher, lernte einst in Stefan Brandtners »Plainlinde« und klapperte allerlei Top-Adressen ab. Aber eine solche wollen die Katterbauers nicht mehr werden, eine gute natürlich schon. Und vor allem eine unkomplizierte und leistbare. So bekommt man hier um wenig Geld bunte und geschmacksintensive Köstlichkeiten. »Kung Fu«-Roastbeef ist hauchdünn geschnippeltes Fleisch von extraordinärer Qualität, mariniert mit Sojamarinade und einer Art japanischer Mayonnaise plus Koriander – würzig, originell, einfach großartig. »Asia Ribs« sind schön saftige Schweineripperln mit herrlich klebriger süßsaurer Marinade überzogen. Die Hauptzutat des »gefüllten Kalmar« mit Chorizo, Artischocken und Taggiasca-Oliven stammt aus einer Dose der portugiesischen Top-Manufaktur »Jose Gourmet«, die Küche fabriziert dazu ein spannendes Drumherum.

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